Magenbypass (Roux-en-Y)
Der Roux-en-Y-Magenbypass ist ein laparoskopischer bariatrisch-metabolischer Eingriff, der eine Verkleinerung des Magenvolumens mit einer Umleitung eines Dünndarmabschnitts kombiniert. Häufig bei Typ-2-Diabetes oder ausgeprägtem Reflux indiziert.
Indikationen
Erwachsene mit BMI ≥ 40 oder ≥ 35 mit erheblichen adipositasbedingten Begleiterkrankungen (Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe, schwerer Reflux), nach multidisziplinärer Abklärung.
Technik
Es wird ein kleiner Magenpouch (~30 mL) gebildet und mit einer Roux-Schlinge des Dünndarms verbunden, während Verdauungssekrete weiter distal zugeführt werden.
Genesung
Krankenhausaufenthalt: 3–4 Nächte. Stufenweise Ernährung über 4–6 Wochen. Langfristige Nachsorge und Substitution sind essenziell.
Risiken
Blutungen, Anastomoseninsuffizienz, Infektionen, Thromboembolien, Dumping-Syndrom, innere Hernien und Mangelzustände. Risiken werden individuell besprochen.
Häufig gestellte Fragen
Worin unterscheidet sich der Magenbypass vom Schlauchmagen?
Der Roux-en-Y-Magenbypass kombiniert Restriktion mit einer Darmumleitung. Er hat oft stärkere metabolische Effekte auf Typ-2-Diabetes und Reflux, erfordert jedoch eine strengere lebenslange Ernährungsnachsorge.
Für wen ist der Magenbypass geeignet?
Erwachsene mit BMI ≥ 40 oder ≥ 35 mit relevanten Begleiterkrankungen, insbesondere bei Typ-2-Diabetes oder ausgeprägtem Reflux, nach multidisziplinärer Abklärung.
Welche Nährstoffe muss ich lebenslang einnehmen?
Lebenslange Substitution (in der Regel Eisen, Vitamin B12, Calcium, Vitamin D, Multivitamin) und regelmäßige Blutkontrollen sind erforderlich.
Letzte Aktualisierung: 31.05.2026 · Medizinischer Inhalt: Op.Dr.Gökhan ATEŞ