Autor & medizinische Prüfung

Facharzt für Allgemein- & Adipositaschirurgie · Privatkrankenhaus Antalya Medicalpark · Über 20 Jahre chirurgische Erfahrung · Konform mit ASMBS/IFSO-Leitlinien 2022.

Deutsch · Patientenaufklärung

Schlauchmagen (Sleeve Gastrektomie)

Der Schlauchmagen ist ein laparoskopischer bariatrischer Eingriff, bei dem etwa 75–80 % des Magens entfernt werden, sodass ein schmaler, schlauchförmiger Restmagen entsteht. Wirkprinzip: weniger Volumen und reduzierte Hunger­hormone.

Indikationen

Erwachsene mit BMI ≥ 40 oder ≥ 35 mit adipositasbedingten Begleiterkrankungen (Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe, schwere Gelenkerkrankung) nach erfolglosen nicht-operativen Maßnahmen. Die endgültige Eignung wird nach multidisziplinärer Abklärung entschieden.

Ablauf

Die Operation erfolgt laparoskopisch in Vollnarkose. Entlang einer Kalibrierungssonde wird die große Magenkurvatur mit einem Klammernahtgerät reseziert und ein Restmagen von etwa 80–120 mL gebildet.

Genesung und Nachsorge

Krankenhausaufenthalt: 2–3 Nächte. Stufenweise Ernährung (klare Flüssigkeiten → Vollflüssig → Püree → weich → fest) in den ersten 4–6 Wochen. Langfristig: Vitamine, Mineralstoffe und regelmäßige Laborkontrollen.

Mögliche Risiken

Blutungen, Klammernahtleckage, Infektionen, venöse Thromboembolien, Reflux und langfristige Mangelerscheinungen. Alle Risiken werden individuell besprochen.

Häufig gestellte Fragen

Wer kommt für einen Schlauchmagen in Frage?

Ein Schlauchmagen kann bei Erwachsenen mit einem BMI ≥ 40 oder einem BMI ≥ 35 mit adipositasbedingten Begleiterkrankungen (Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe) in Betracht gezogen werden, wenn nicht-operative Maßnahmen erfolglos waren. Die endgültige Eignung wird erst nach einer vollständigen ärztlichen Untersuchung festgelegt.

Wie funktioniert die Operation?

Etwa 75–80 % des Magens werden laparoskopisch entfernt und ein schlauchförmiger Restmagen gebildet. Die Operation reduziert sowohl das Magenvolumen als auch hungerregulierende Hormone wie Ghrelin.

Wie lange dauert die Erholung?

Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel 2–3 Nächte. Leichte Alltagstätigkeiten sind nach 1–2 Wochen möglich; ein stabiler Ernährungsplan und volle körperliche Aktivität nach 4–6 Wochen unter ärztlicher Begleitung.

Welche Risiken bestehen?

Wie bei jeder großen Operation: Blutungen, Klammernahtleckage, Infektionen, Thromboembolien, Reflux und langfristige Mangelerscheinungen. Die Risiken werden individuell besprochen.

Medizinischer Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Patientenaufklärung und ersetzen keine ärztliche Diagnose, Behandlung oder Operationsentscheidung. Welche Methode für Sie geeignet ist, kann erst nach ärztlicher Untersuchung und den erforderlichen Untersuchungen entschieden werden.

Letzte Aktualisierung: 31.05.2026 · Medizinischer Inhalt: Op.Dr.Gökhan ATEŞ