Schlauchmagen (Sleeve Gastrektomie)
Der Schlauchmagen ist ein laparoskopischer bariatrischer Eingriff, bei dem etwa 75–80 % des Magens entfernt werden, sodass ein schmaler, schlauchförmiger Restmagen entsteht. Wirkprinzip: weniger Volumen und reduzierte Hungerhormone.
Indikationen
Erwachsene mit BMI ≥ 40 oder ≥ 35 mit adipositasbedingten Begleiterkrankungen (Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe, schwere Gelenkerkrankung) nach erfolglosen nicht-operativen Maßnahmen. Die endgültige Eignung wird nach multidisziplinärer Abklärung entschieden.
Ablauf
Die Operation erfolgt laparoskopisch in Vollnarkose. Entlang einer Kalibrierungssonde wird die große Magenkurvatur mit einem Klammernahtgerät reseziert und ein Restmagen von etwa 80–120 mL gebildet.
Genesung und Nachsorge
Krankenhausaufenthalt: 2–3 Nächte. Stufenweise Ernährung (klare Flüssigkeiten → Vollflüssig → Püree → weich → fest) in den ersten 4–6 Wochen. Langfristig: Vitamine, Mineralstoffe und regelmäßige Laborkontrollen.
Mögliche Risiken
Blutungen, Klammernahtleckage, Infektionen, venöse Thromboembolien, Reflux und langfristige Mangelerscheinungen. Alle Risiken werden individuell besprochen.
Häufig gestellte Fragen
Wer kommt für einen Schlauchmagen in Frage?
Ein Schlauchmagen kann bei Erwachsenen mit einem BMI ≥ 40 oder einem BMI ≥ 35 mit adipositasbedingten Begleiterkrankungen (Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe) in Betracht gezogen werden, wenn nicht-operative Maßnahmen erfolglos waren. Die endgültige Eignung wird erst nach einer vollständigen ärztlichen Untersuchung festgelegt.
Wie funktioniert die Operation?
Etwa 75–80 % des Magens werden laparoskopisch entfernt und ein schlauchförmiger Restmagen gebildet. Die Operation reduziert sowohl das Magenvolumen als auch hungerregulierende Hormone wie Ghrelin.
Wie lange dauert die Erholung?
Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel 2–3 Nächte. Leichte Alltagstätigkeiten sind nach 1–2 Wochen möglich; ein stabiler Ernährungsplan und volle körperliche Aktivität nach 4–6 Wochen unter ärztlicher Begleitung.
Welche Risiken bestehen?
Wie bei jeder großen Operation: Blutungen, Klammernahtleckage, Infektionen, Thromboembolien, Reflux und langfristige Mangelerscheinungen. Die Risiken werden individuell besprochen.
Letzte Aktualisierung: 31.05.2026 · Medizinischer Inhalt: Op.Dr.Gökhan ATEŞ