Patientenaufklärung

BMI und wie Adipositas definiert wird

Der Body-Mass-Index (BMI) ist das am häufigsten verwendete Maß zur Definition von Adipositas. Der BMI ist jedoch keine eigenständige Diagnose; er wird zusammen mit Körperzusammensetzung, Begleiterkrankungen und Stoffwechselparametern interpretiert.

Wie der BMI berechnet wird

BMI = Gewicht (kg) geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat (m²). Beispiel: 90 kg bei 1,70 m ergibt einen BMI von rund 90 / (1,70 × 1,70) ≈ 31,1.

WHO-Klassifikation

Untergewicht: unter 18,5

Normal: 18,5 – 24,9

Übergewicht: 25,0 – 29,9

Adipositas Grad I: 30,0 – 34,9

Adipositas Grad II: 35,0 – 39,9

Adipositas Grad III (ausgeprägt): 40 und mehr

Grenzen des BMI

Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse. Sportlich Trainierte können einen erhöhten BMI ohne übermäßigen Körperfettanteil haben; ältere Menschen mit Muskelschwund zeigen mitunter einen scheinbar normalen BMI. Daher werden Bauchumfang, Körperfettanteil und Stoffwechselwerte mit einbezogen.

Wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist

Personen mit einem BMI ab 30 oder mit Übergewicht und Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe oder Herzerkrankungen profitieren häufig von einer Abklärung in der Adipositas- und metabolischen Chirurgie.

Quellen

  • World Health Organization — Obesity and overweight fact sheet
  • IFSO — Indikationen zur metabolischen und bariatrischen Chirurgie, Update 2022
Medizinischer Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Patientenaufklärung und ersetzen keine ärztliche Diagnose, Behandlung oder Operationsentscheidung. Welche Methode für Sie geeignet ist, kann erst nach ärztlicher Untersuchung und den erforderlichen Untersuchungen entschieden werden.

Letzte Aktualisierung: 28.06.2026 · Medizinischer Inhalt: Op.Dr.Gökhan ATEŞ