Nach der Operation

Reflux nach Schlauchmagen-OP: Management

Ein Teil der Patient:innen entwickelt nach einer Schlauchmagen-OP einen neuen oder verstärkten Reflux. Vorbestehender Reflux, eine Hiatushernie und die chirurgische Anatomie beeinflussen das Risiko. Die meisten Fälle sprechen auf ein gestuftes Vorgehen an.

Warum Reflux auftreten kann

Der Schlauchmagen verändert den intragastralen Druck und kann den Anti-Reflux-Mechanismus am ösophagogastralen Übergang beeinflussen. Eine nicht erkannte Hiatushernie ist ein wichtiger Faktor.

Erste Abklärung

Symptomverlauf, Ansprechen auf Säurehemmer und — bei Persistenz — eine Gastroskopie. pH-Metrie und Manometrie kommen in ausgewählten Fällen zum Einsatz.

Konservative Therapie

Kleinere, langsamere Mahlzeiten; 2–3 Stunden nach dem Essen nicht hinlegen

Gewicht halten, enge Bauchkleidung meiden

Triggerlebensmittel reduzieren (sehr fettig, scharf, kohlensäurehaltig, Alkohol)

Protonenpumpenhemmer unter ärztlicher Kontrolle

Wann eine Konversion erwogen wird

Persistierender, belastender Reflux trotz optimierter medikamentöser Therapie — insbesondere bei Ösophagitis, Barrett-Ösophagus oder großer Hiatushernie — kann eine Abklärung zur Konversion in einen Roux-en-Y-Magenbypass rechtfertigen. Entscheidungen werden individuell getroffen.

Quellen

  • IFSO Konsensus zu Schlauchmagen und GERD
  • Mechanick JI et al., 2019 Update
Medizinischer Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Patientenaufklärung und ersetzen keine ärztliche Diagnose, Behandlung oder Operationsentscheidung. Welche Methode für Sie geeignet ist, kann erst nach ärztlicher Untersuchung und den erforderlichen Untersuchungen entschieden werden.

Letzte Aktualisierung: 28.06.2026 · Medizinischer Inhalt: Op.Dr.Gökhan ATEŞ