Frühe Komplikationen
Hierzu zählen Blutungen, Infektionen, Anastomosen- oder Klammernahtinsuffizienzen sowie venöse Thromboembolien. Moderne Protokolle (frühe Mobilisation, medikamentöse Thromboseprophylaxe, Dichtigkeitsprüfungen) senken das Risiko, schließen es aber nicht aus.
Späte Komplikationen
Mögliche späte Komplikationen sind Strikturen, innere Hernien (besonders nach Bypass), Reflux, Gallensteinbildung und Nährstoffmängel. Haarausfall in den ersten Monaten ist häufig und meist vorübergehend.
Ernährungsbedingte Risiken
Mängel an Eisen, Vitamin B12, Vitamin D, Kalzium und Folsäure können entstehen, wenn Substitution und Kontrollen fehlen. Lebenslange Laborkontrollen sind daher unverzichtbar.
Wie das Risiko reduziert wird
Sorgfältige Patientenauswahl, erfahrene Operationsteams, anästhesiologische Beurteilung, konsequente Nachsorge, Ernährungsempfehlungen und Substitution bilden den Rahmen, der das Risiko so gering wie möglich hält. Die Mitarbeit der Patient:innen ist langfristig ein wesentlicher Faktor.
Quellen
- BOMSS — Leitlinien zur peri- und postoperativen Laborüberwachung
- ASMBS — Estimate of Bariatric Surgery Numbers (Komplikationsdaten)
Letzte Aktualisierung: 28.06.2026 · Medizinischer Inhalt: Op.Dr.Gökhan ATEŞ