Wer kommt in Frage
Internationale Fachgesellschaften ziehen die metabolische Chirurgie bei Patient:innen mit BMI ab 35 und Typ-2-Diabetes in Betracht sowie bei ausgewählten Patient:innen mit BMI 30–34,9, wenn medikamentöse Therapie und Lebensstiländerungen keine ausreichende Kontrolle bringen. Eine individuelle Beurteilung durch Endokrinologie und Chirurgie ist erforderlich.
Erwartbare Effekte
Viele Patient:innen erleben eine deutliche Besserung der Blutzuckerwerte, häufig schon früh nach der Operation, mit reduziertem Medikamentenbedarf. Eine vollständige, dauerhafte Remission ist jedoch nicht garantiert und hängt unter anderem von der Diabetesdauer, der Betazellreserve und der Mitarbeit ab.
Risiken und Abwägungen
Wie jede Operation bergen auch metabolische Eingriffe Risiken: Blutungen, Infektionen, Nahtinsuffizienzen, Nährstoffmängel und gelegentlich Hypoglykämien. Diese Risiken werden vor jeder Entscheidung ausführlich besprochen.
Langzeitnachsorge
Lebenslange Kontrolle von HbA1c, Mikronährstoffen und Gewicht ist Teil der Behandlung. Patient:innen, die in der endokrinologischen und bariatrischen Sprechstunde bleiben, halten die Stoffwechselergebnisse meist besser.
Quellen
- DDG — S3-Leitlinie Diabetes mellitus Typ 2
- IFSO/ASMBS — Indikationen zur metabolischen und bariatrischen Chirurgie 2022
Letzte Aktualisierung: 28.06.2026 · Medizinischer Inhalt: Op.Dr.Gökhan ATEŞ